Calcium-Symbol

Calcium

Was ist Calcium?

Calcium, ein essenzielles Mineral im Blut, ist grundlegend für mehrere lebenswichtige Körperfunktionen. Es ist vor allem für seine Rolle bei der Knochengesundheit bekannt, wo es bei der Bildung und Erhaltung starker Knochen und Zähne hilft. Calcium ist außerdem unverzichtbar für die Blutgerinnung, die Muskelkontraktion und die Übertragung von Nervensignalen. Im Herzen und in anderen Muskeln trägt Calcium zur ordnungsgemäßen Funktion bei und stellt sicher, dass sich Muskeln korrekt zusammenziehen und entspannen. Darüber hinaus ist Calcium an der Freisetzung von Hormonen und Enzymen beteiligt, die nahezu jede Funktion im menschlichen Körper beeinflussen. Nahrungscalcium beeinträchtigt die Aufnahme von Eisen.

Hypokalzämie, also niedrige Calciumspiegel, kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen. Symptome können Muskelkrämpfe oder -spasmen, Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Fingern, Müdigkeit und in schweren Fällen Verwirrtheit oder Gedächtnisverlust umfassen. Chronische Hypokalzämie kann zu geschwächten Knochen führen und das Risiko für Osteoporose und Frakturen erhöhen. In extremen Fällen können niedrige Calciumspiegel ein Herzversagen oder Krampfanfälle zur Folge haben, was die kritische Bedeutung dieses Minerals für die kardiovaskuläre und neurologische Gesundheit verdeutlicht. Hohe Mengen an Magnesium oder Phosphat können die Calciumaufnahme behindern. Ausreichend Vitamin D ist für die Aufnahme entscheidend.

Hyperkalzämie, also hohe Calciumspiegel, ist zwar seltener, kann jedoch ebenfalls schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Sie kann durch überaktive Nebenschilddrüsen, bestimmte Krebserkrankungen oder eine übermäßige Zufuhr von Calcium und Vitamin D verursacht werden. Symptome können Übelkeit, Erbrechen, vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen sein und in schweren Fällen zu Nierensteinen, Knochenschmerzen und unregelmäßigem Herzrhythmus führen. Übermäßiges Calcium kann die Magnesiumaufnahme behindern und möglicherweise zu Symptomen eines Magnesiummangels wie Muskelkrämpfen und unregelmäßigem Herzschlag führen.

Faktoren, die gesunde Calciumspiegel im Blut unterstützen:

  • Eine ausreichende Calciumzufuhr kann über eine ausgewogene Ernährung erfolgen, die Milchprodukte, grünes Blattgemüse und mit Calcium angereicherte Lebensmittel umfasst. Die empfohlene tägliche Zufuhr variiert je nach Alter und Geschlecht.

  • Ausreichende Vitamin-D-Spiegel aufrechterhalten, da Vitamin D für die Calciumaufnahme unverzichtbar ist. Vitamin D kann durch Sonnenlichteinwirkung, Ernährung (fetter Fisch, Eigelb) und bei Bedarf durch Nahrungsergänzungsmittel gewonnen werden.

  • Regelmäßige gewichtsbelastende Bewegung ausüben, die zur Erhaltung starker Knochen beiträgt und die Calciumaufnahme anregt.

  • Die Zufuhr anderer Nährstoffe überwachen, die die Calciumaufnahme beeinflussen können, wie Eisen, Magnesium und Phosphat. Eine medizinische Fachkraft kann bei Bedenken hinsichtlich möglicher Wechselwirkungen beraten.

  • Personen mit zugrunde liegenden Gesundheitszuständen, die den Calciumstoffwechsel beeinflussen, wie Nebenschilddrüsenerkrankungen oder Nierenerkrankungen, wird in der Regel geraten, eng mit einer medizinischen Fachkraft zusammenzuarbeiten, um die Calciumspiegel angemessen zu steuern.

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Maßeinheiten

Calcium kann gemessen werden in: mEq/L, mg/100mL, mg/dL, mg/L, mg%, mmol/L, µg/mL, µmol/L

Referenzbereiche nach Alter und Geschlecht

Referenzbereiche stellen typische Werte für gesunde Personen dar. Eine medizinische Fachkraft muss konkrete Ergebnisse interpretieren.

Altersbereich Geschlecht Einheit Optimal Normal Quelle
Alle Altersgruppen Alle Geschlechter mmol/L - 2.2 - 2.7 Goldstein, 1990

Auswirkungen auf die Gesundheit

Muskelfunktion​

Calcium ist unverzichtbar für Muskelkontraktionen und die Nervenleitung und spielt eine zentrale Rolle bei der Auslösung der Muskelaktivität. Es ist außerdem wesentlich für die Knochengesundheit, die das strukturelle Gerüst für die Muskeln bereitstellt. Ungleichgewichte der Calciumspiegel können zu Muskelkrämpfen, Spasmen und allgemeiner Muskelschwäche führen. In einer alternden Bevölkerung kann ein Calciummangel den Verlust von Muskelmasse beschleunigen.[Kim, 2020][Tu, 2016]

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Wissenschaftliche Quellen

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