# Calcium

> Calcium, ein essenzielles Mineral im Blut, ist grundlegend für mehrere lebenswichtige Körperfunktionen. Es ist vor allem für seine Rolle bei der Knochengesundheit bekannt, wo es bei

*Source: [https://www.health3.app/biomarkers/de/calcium](https://www.health3.app/biomarkers/de/calcium)*

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- Was es misst
- Maßeinheiten
- Referenzbereiche
- Auswirkungen auf die Gesundheit
- Verwandte Biomarker
- Wissenschaftliche Quellen

## Was ist Calcium?

Calcium, ein essenzielles Mineral im Blut, ist grundlegend für mehrere lebenswichtige Körperfunktionen. Es ist vor allem für seine Rolle bei der Knochengesundheit bekannt, wo es bei der Bildung und Erhaltung starker Knochen und Zähne hilft. Calcium ist außerdem unverzichtbar für die Blutgerinnung, die Muskelkontraktion und die Übertragung von Nervensignalen. Im Herzen und in anderen Muskeln trägt Calcium zur ordnungsgemäßen Funktion bei und stellt sicher, dass sich Muskeln korrekt zusammenziehen und entspannen. Darüber hinaus ist Calcium an der Freisetzung von Hormonen und Enzymen beteiligt, die nahezu jede Funktion im menschlichen Körper beeinflussen. **Nahrungscalcium beeinträchtigt die Aufnahme von Eisen.**

**Hypokalzämie**, also niedrige Calciumspiegel, kann zu einer Vielzahl von Gesundheitsproblemen führen. Symptome können Muskelkrämpfe oder -spasmen, Taubheitsgefühle und Kribbeln in den Fingern, Müdigkeit und in schweren Fällen Verwirrtheit oder Gedächtnisverlust umfassen. Chronische Hypokalzämie kann zu geschwächten Knochen führen und das Risiko für Osteoporose und Frakturen erhöhen. In extremen Fällen können niedrige Calciumspiegel ein Herzversagen oder Krampfanfälle zur Folge haben, was die kritische Bedeutung dieses Minerals für die kardiovaskuläre und neurologische Gesundheit verdeutlicht. **Hohe Mengen an Magnesium oder Phosphat können die Calciumaufnahme behindern. Ausreichend Vitamin D ist für die Aufnahme entscheidend.**

**Hyperkalzämie**, also hohe Calciumspiegel, ist zwar seltener, kann jedoch ebenfalls schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben. Sie kann durch überaktive Nebenschilddrüsen, bestimmte Krebserkrankungen oder eine übermäßige Zufuhr von Calcium und Vitamin D verursacht werden. Symptome können Übelkeit, Erbrechen, vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen sein und in schweren Fällen zu Nierensteinen, Knochenschmerzen und unregelmäßigem Herzrhythmus führen. **Übermäßiges Calcium kann die Magnesiumaufnahme behindern und möglicherweise zu Symptomen eines Magnesiummangels wie Muskelkrämpfen und unregelmäßigem Herzschlag führen.**

Faktoren, die **gesunde Calciumspiegel im Blut unterstützen**:

- Eine ausreichende Calciumzufuhr kann über eine ausgewogene Ernährung erfolgen, die Milchprodukte, grünes Blattgemüse und mit Calcium angereicherte Lebensmittel umfasst. Die empfohlene tägliche Zufuhr variiert je nach Alter und Geschlecht.
- Ausreichende Vitamin-D-Spiegel aufrechterhalten, da Vitamin D für die Calciumaufnahme unverzichtbar ist. Vitamin D kann durch Sonnenlichteinwirkung, Ernährung (fetter Fisch, Eigelb) und bei Bedarf durch Nahrungsergänzungsmittel gewonnen werden.
- Regelmäßige gewichtsbelastende Bewegung ausüben, die zur Erhaltung starker Knochen beiträgt und die Calciumaufnahme anregt.
- Die Zufuhr anderer Nährstoffe überwachen, die die Calciumaufnahme beeinflussen können, wie **Eisen**, **Magnesium** und **Phosphat**. Eine medizinische Fachkraft kann bei Bedenken hinsichtlich möglicher Wechselwirkungen beraten.
- Personen mit zugrunde liegenden Gesundheitszuständen, die den Calciumstoffwechsel beeinflussen, wie Nebenschilddrüsenerkrankungen oder Nierenerkrankungen, wird in der Regel geraten, eng mit einer medizinischen Fachkraft zusammenzuarbeiten, um die Calciumspiegel angemessen zu steuern.

## Maßeinheiten

Calcium kann gemessen werden in: mEq/L, mg/100mL, mg/dL, mg/L, mg%, mmol/L, µg/mL, µmol/L

## Referenzbereiche nach Alter und Geschlecht

Referenzbereiche stellen typische Werte für gesunde Personen dar. Eine medizinische Fachkraft muss konkrete Ergebnisse interpretieren.

| Altersbereich | Geschlecht | Einheit | Optimal | Normal | Quelle |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Alle Altersgruppen | Alle Geschlechter | mmol/L | - | 2.2 - 2.7 | Goldstein, 1990 |

## Verwandte Biomarker

- **Albumin** (Demnächst verfügbar)

 Albumin ist ein Protein im Blut, das Calcium bindet und dadurch die Messung des Gesamtcalciums in Bluttests beeinflusst. Bei niedrigen Albuminspiegeln kann das im Blut gemessene Gesamtcalcium niedrig erscheinen, obwohl die aktiven, freien Calciumspiegel normal sind.[Payne, 1973][Kenny, 2021]
- [**Vitamin K**](https://www.health3.app/biomarkers/vitamink)

 Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle im Calciumstoffwechsel. Es aktiviert Proteine, die Calcium binden, und gewährleistet so eine ordnungsgemäße Knochenmineralisierung und verhindert eine arterielle Verkalkung. Diese Wechselwirkung ist entscheidend für die Erhaltung der Knochengesundheit und der kardiovaskulären Funktion.[Khalil, 2021][Maresz, 2015]
- [**Magnesium**](https://www.health3.app/biomarkers/magnesium)

 Calcium und Magnesium konkurrieren um die Aufnahme, und ein Ungleichgewicht bei einem von beiden kann die Verfügbarkeit des anderen beeinflussen[Dai, 2013][Bertinato, 2014].

## Wissenschaftliche Quellen

1. Judd SE, Khazai N, and Tangpricha V. Calcium and vitamin D: skeletal and extraskeletal health (2008). *Curr Rheumatol Rep*. [DOI: 10.1007/s11926-008-0020-y](https://doi.org/10.1007/s11926-008-0020-y)
2. Betts G. J., DeSaix P., Johnson J. E., Johnson W., Korol O., Kruse DH., Poe B., Wise J. A., Womble M., and Young K. A.. Calcium homeostasis interactions of the skeletal system and other organ systems (2013). *Anatomy and Physiology 2e*. [Quelle ansehen](https://openstax.org/books/anatomy-and-physiology-2e/pages/6-7-calcium-homeostasis-interactions-of-the-skeletal-system-and-other-organ-systems)
3. Little A. J., Milner J. R., Payne R. B., and Williams R. B.. Interpretation of serum calcium in patients with abnormal serum proteins (1973). *British Medical Journal*. [Quelle ansehen](https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1587636/)
4. Akbari AR, Alam B, Khalil Z, and Sharma H. The Medical Benefits of Vitamin K2 on Calcium-Related Disorders (2021). *Nutrients*. [DOI: 10.3390/nu13020691](https://doi.org/10.3390/nu13020691)
5. de Craen AJ, Breteler MM, Euser SM, Hofman A, Kamper AM, Schram MT, Trompet S, and Westendorp RG. Serum calcium and cognitive function in old age (2007). *J Am Geriatr Soc*. [DOI: 10.1111/j.1532-5415.2007.01418.x](https://doi.org/10.1111/j.1532-5415.2007.01418.x)
6. Goldstein DA.. Clinical Methods: The History, Physical, and Laboratory Examinations (1990). *Clinical Methods: The History Physical and Laboratory Examinations*. [Quelle ansehen](https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK250/#)
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15. Maresz K. Proper Calcium Use: Vitamin K2 as a Promoter of Bone and Cardiovascular Health (2015). *Integr Med (Encinitas)*. [Quelle ansehen](https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4566462/)

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