# Vitamin K

> Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Blutgerinnung und die Knochengesundheit entscheidend ist. Es existiert in zwei Hauptformen: Vitamin K1 (Phyllochinon), das überwiegend

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- Was es misst
- Maßeinheiten
- Referenzbereiche
- Gesundheitliche Auswirkungen
- Verwandte Biomarker
- Wissenschaftliche Quellen

## Was ist Vitamin K?

Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin, das für die Blutgerinnung und die Knochengesundheit entscheidend ist. Es existiert in zwei Hauptformen: Vitamin K1 (Phyllochinon), das überwiegend in grünem Blattgemüse vorkommt, und Vitamin K2 (Menachinon), das in tierischen Produkten und fermentierten Lebensmitteln zu finden ist. Vitamin K1 ist in erster Linie an der Blutgerinnung beteiligt – es aktiviert Proteine, die für die Blutgerinnung erforderlich sind, und verhindert übermäßige Blutungen. Vitamin K2 hingegen trägt zum Knochenstoffwechsel bei und hilft, die Kalziumablagerung in Knochen und Arterien zu regulieren. Optimale Vitamin-K-Spiegel sind für die Aufrechterhaltung dieser Funktionen unerlässlich, und da es fettlöslich ist, benötigt es für die Aufnahme Nahrungsfett.

**Die Aufnahme und Wirksamkeit von Vitamin K kann durch Nahrungsfett, die Vitamine A und E, Antioxidantien, die Darmgesundheit sowie Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium beeinflusst werden. Eine ausgewogene Ernährung mit grünem Gemüse, bestimmten Ölen und fermentierten Lebensmitteln liefert in der Regel ausreichend Vitamin K. Eine übermäßige Zufuhr der Vitamine A und E kann die Aufnahme von Vitamin K beeinträchtigen, insbesondere bei der Einnahme in Form von Nahrungsergänzungsmitteln in hohen Dosen. Die Darmgesundheit ist von zentraler Bedeutung, da Darmbakterien Vitamin K2 produzieren, und Probiotika können diesen Prozess unterstützen. Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium wirken synergetisch mit Vitamin K für die Knochengesundheit.**

**Ein Mangel an Vitamin K** ist relativ selten, kann jedoch aufgrund einer beeinträchtigten Blutgerinnung zu vermehrten Blutungen oder Hämorrhagien führen. Zu den Symptomen eines Mangels gehören leichte Blutergüsse, übermäßige Blutungen aus Wunden und verlängerte Gerinnungszeiten. Er kann auch zu geschwächten Knochen und einem erhöhten Risiko für Osteoporose und Frakturen aufgrund eines beeinträchtigten Knochenstoffwechsels führen. Neugeborene haben ein höheres Risiko für einen Vitamin-K-Mangel, weshalb ihnen bei der Geburt häufig eine Vitamin-K-Injektion verabreicht wird. Risikofaktoren für einen Mangel bei Erwachsenen sind Malabsorptionsstörungen, chronischer Antibiotikagebrauch und Ernährungsweisen mit extrem niedrigem Vitamin-K-Gehalt.

**Eine Vitamin-K-Toxizität** ist sehr selten und vorwiegend mit synthetischen Formen von Vitamin K (wie Menadion) verbunden. Eine hohe Zufuhr von natürlichem Vitamin K aus Nahrungsquellen ist nicht dafür bekannt, eine Toxizität zu verursachen, und stellt in der Regel kein Gesundheitsrisiko dar, selbst in großen Mengen. Vitamin K kann jedoch mit bestimmten Medikamenten in Wechselwirkung treten, insbesondere mit Antikoagulanzien wie Warfarin, da es deren blutverdünnende Wirkung entgegenwirken kann. Personen, die solche Medikamente einnehmen, müssen ihre Vitamin-K-Zufuhr sorgfältig steuern und eine gleichbleibende Nahrungszufuhr des Vitamins aufrechterhalten. Eine Ernährung, die grünes Gemüse, bestimmte Öle und fermentierte Lebensmittel umfasst, kann in der Regel ausreichend Vitamin K für den Gesundheitsbedarf liefern.

Faktoren, die **gesunde Vitamin-K-Spiegel unterstützen**:

- Regelmäßig eine Vielzahl von Vitamin-K-reichen Lebensmitteln verzehren, darunter Blattgemüse (Spinat, Grünkohl, Blattkohl) für K1 sowie fermentierte Lebensmittel (Natto, Käse) und tierische Produkte für K2.
- **Gesunde Fette einbeziehen** in die Ernährung, um die Aufnahme von Vitamin K zu verbessern, etwa Olivenöl oder Avocado zusammen mit Blattgemüse.
- **Die Darmgesundheit mit Probiotika unterstützen** durch probiotikareiche Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel, um die natürliche K2-Produktion im Körper zu fördern.
- **Auf eine übermäßige Supplementierung mit Vitamin A und E achten**, die die Aufnahme von Vitamin K beeinträchtigen kann.

## Maßeinheiten

Vitamin K kann gemessen werden in: ng/mL, nmol/L, µg/100mL, µg/dL, µg/L, µg%

## Referenzbereiche nach Alter und Geschlecht

Referenzbereiche stellen typische Werte für gesunde Personen dar. Eine medizinische Fachkraft interpretiert die individuellen Ergebnisse.

| Altersbereich | Geschlecht | Einheit | Optimal | Normal | Quelle |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Alle Altersgruppen | Alle Geschlechter | ng/mL | - | 0.13 - 1.19 | Rifai, 2023 |
| 26 - 44 | Alle Geschlechter | nmol/L | - | 0.22 - 3.95 | Boegh, 2020 |
| 45 - 78 | Alle Geschlechter | nmol/L | - | 0.35 - 3.7 | Boegh, 2020 |

## Verwandte Biomarker

- [**Kalzium**](https://www.health3.app/biomarkers/calcium)

 Vitamin K spielt eine entscheidende Rolle im Kalziumstoffwechsel. Es aktiviert Proteine, die Kalzium binden, und sorgt so für eine ordnungsgemäße Knochenmineralisierung und beugt einer Arterienverkalkung vor. Diese Wechselwirkung ist für die Aufrechterhaltung der Knochengesundheit und der kardiovaskulären Funktion von entscheidender Bedeutung.[Khalil, 2021][Maresz, 2015]

## Akademische Quellen

1. Aghi A, Fusaro M, Gallieni M., Iervasi G, and Mereu MC. Vitamin K and bone (2017). *Clin Cases Miner Bone Metab*. [DOI: 10.11138/ccmbm/2017.14.1.200](https://doi.org/10.11138/ccmbm/2017.14.1.200)
2. Akbari AR, Alam B, Khalil Z, and Sharma H. The Medical Benefits of Vitamin K2 on Calcium-Related Disorders (2021). *Nutrients*. [DOI: 10.3390/nu13020691](https://doi.org/10.3390/nu13020691)
3. Boegh Andersen I, Brandslund I, Brasen CL, Madsen JS, and Schmedes A. In Search of Normality for Vitamin K1: Establishing Age-Dependent Reference Intervals in the Danish Population (2020). *J Appl Lab Med*. [DOI: 10.1093/jalm/jfaa017](https://doi.org/10.1093/jalm/jfaa017)
4. Rifai N.. Tietz Textbook of Laboratory Medicine (2023). *Elsevier*.
5. Maresz K. Proper Calcium Use: Vitamin K2 as a Promoter of Bone and Cardiovascular Health (2015). *Integr Med (Encinitas)*. [Quelle ansehen](https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4566462/)
6. Booth SL, Colditz GA, Feskanich D, Rockett H, Weber P, and Willett WC. Vitamin K intake and hip fractures in women: a prospective study (1999). *Am J Clin Nutr*. [DOI: 10.1093/ajcn/69.1.74](https://doi.org/10.1093/ajcn/69.1.74)

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